Bewohnerbeteiligung Wasserstadt Limmer in Hannover (seit 2014)

Die Stadt Hannover hat nach Aufgabe der Reifenproduktion der CONTI-Werke in Limmer zwischen Leineabstiegskanal und Mittellandkanal - Abzweig Lindener Hafen die Möglichkeit bekommen, auf der entstandenen Industriebrache eine neue Bauflächenentwicklung zu forcieren. Nach Erwerb des Geländes durch ein Grundstückskonsortium, das inzwischen die Altlastenproblematik auf dem Gelände bewältigt hat, hat sich nach ersten Entwürfen vor einigen Jahren nunmehr eine intensive Diskussion darüber ergeben, wie das Gelände der „Wasserstadt“ zukünftig bebaut werden soll. Eine Flächennutzungsplanänderung ist bereits abgeschlossen. Die Aufstellung eines Bebauungsplans mit entsprechenden Vertragsunterlagerungen steht bevor.

Im Stadtteil wurden neue Schwerpunktsetzungen zur Diskussion gestellt, nachdem das Wohnkonzept 2030 der Landeshauptstadt Hannover den Wohnungsfehlbedarf im Geschosswohnungsbau erheblich höher einschätzt als noch vor wenigen Jahren. Seinerzeit sind erste Bebauungsentwürfe von einem sehr hohen Anteil an Einfamilienhaus- und Reihenhausbebauung ausgegangen. Dieses Verhältnis steht angesichts der sich wandelnden Ausgangslage zur Diskussion.

Entsprechend der Aufgabenstellung gehen wir davon aus, dass für die Wasserstadt ein mehrdimensionales Beteiligungsmodell einzusetzen ist.

Von dem Entwicklungskonzept betroffen sind:

  • Die für die Entwicklung verantwortlichen Fachämter - Lenkungsgruppe Stadtverwaltung
  • Die Stadtteilakteure, Bürgerschaft, potentielle Bewohnerschaft und der Immobilienwirtschaft in unterschiedlichenThemenwerkstätten 
  • Die interessierte aktive Stadtteilöffentlichkeit - Auftaktveranstaltung und Planungswerkstatt
  • Die zu informierende Stadtteilöffentlichkeit - Informations- und Abschlussveranstaltung (mit OB Präsenz)
  • Der Bezirksrat und die politischen Gremien der Stadt (Rat, Bauausschuss)

Unser Vorschlag geht aufgrund der Sensibilität der unterschiedlichen Akteursgruppen davon aus, dass die Interessengruppen in verschiedenen Formen ihre Interessen einbringen können.

Ziele des Beteiligungsprozesses

  • Information der Öffentlichkeit und der betroffenen Akteure zu Zielsetzungen und jeweiligem Stand der Entwicklungsplanung
  • Abfragen und dokumentieren der Bewertung der Bestandsituation und der Entwicklungsinteressen aus Sicht der Akteure vor Ort
  • Abfragen und dokumentieren der Bewertung der Bestandsituation und der Entwicklungsinteressen aus Sicht der unterschiedlichen Fachverwaltungen
  • Herausarbeiten eigener Entwicklungsvisionen durch die Akteure vor Ort 
  • Bewertung und Kommentierung von Planungsvarianten durch die relevanten Akteure, ggf. Weiterentwicklung der Planungsvarianten mit den Akteuren
  • Aufzeigen der Konsequenzen der Entwicklungsplanung für den Alltag vor Ort/ Anforderungen der Akteure vor Ort an die Rahmenbedingungen für die Umsetzungsphase 

Auftraggeber: Landeshauptstadt Hannover

 

http://wasserstadt-dialog.info/

www.hannover.de/wasserstadt